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Großstrukturen zählen zu den markantesten Innovationen der Architektur der sechziger und siebziger Jahre. Sie versprachen seinerzeit technischen Fortschritt und Wohlstand für die breite Masse. Heute werden diese Versprechen vor allem in... more
Großstrukturen zählen zu den markantesten Innovationen der Architektur der sechziger und siebziger Jahre. Sie versprachen seinerzeit technischen Fortschritt und Wohlstand für die breite Masse. Heute werden diese Versprechen vor allem in Asien und im arabischen Raum geschätzt. In Europa hingegen kämpfen viele Großbauten mit Leerstand, Verfallserscheinungen und einem schlechten Image. Zwar lassen sich gewisse städtebauliche Probleme nicht leugnen, doch zeigen einige erfolgreiche Aufwertungen der jüngsten Zeit, dass es zu kurz greifen würde, Großstrukturen pauschal zum Abbruch freizugeben.
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The Mixed City has been a general principle of urban planning for decades. However, the metaphorical component of mixing has not been brought up yet, although metaphors are of high importance for the understanding of cities. Physicists... more
The Mixed City has been a general principle of urban planning for decades. However, the metaphorical component of mixing has not been brought up yet, although metaphors are of high importance for the understanding of cities. Physicists categorize mixtures according to their grade of homogeneity and the aggregation state of the starting substances e.g. as alloy, aerosol, solution, agglomerate, emulsion or foam. These terms opened up the possibility to describe the disturbing experiences of modern metropolitan life. In the postwar decades they led to new interpretations of urban architecture. The protagonists shared a strong disapproval of the Functional City as codified in the Athens Charter. After all, since the turn of the millennium, mixing-metaphors have experienced a revival. In a manner of speaking, the modern dogma of urban separation was
the crucial condition for the dream of a perfect mixture. Architects developed a sociologist-inspired concept of urbanity that was aimed at mixed-use as well as at socially and ethnically mixed urban communities. Via metaphors, these concepts became spatial and inspired architects to translate them into architecture. Based on selected examples, this article explores potentials and limitations of these mixing-metaphors.
Die Metapher der Smart City ist als Lesart der postindustriellen Stadt momentan dominant. Dieser Aufsatz erzählt eine Geschichte über die Wahrnehmung der industriellen und postindustriellen Großstadt. Genauer, eine Geschichte der... more
Die Metapher der Smart City ist als Lesart der postindustriellen Stadt momentan dominant. Dieser Aufsatz erzählt eine Geschichte über die Wahrnehmung der industriellen und postindustriellen Großstadt. Genauer, eine Geschichte der unterschiedlichen Interpretationen der Stadt als intelligente Maschine. Die drei Konzepte Stadt – Maschine – Lebewesen, die die Metapher der Stadt als denkende Maschine konstituieren, sind seit geraumer Zeit über gegenseitige metaphorische Beziehungen miteinander verbunden. Die „Stadt als Maschine“ gewann in der Moderne besondere Bedeutung, während die „Stadt als Lebewesen“ auf antike Traditionen zurückgeht. Eine lange Kette von unterschiedlichen Betonungen der Metaphern trägt zu der aktuellen metaphorischen Beziehung bei, reichert sie an und verleiht ihr Gewicht.
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Das Ruhrgebiet war bekanntlich eine der größten Industrieregionen Europas. Mit dem Niedergang der Montanindustrie Bergbaus setzte Ende der 1950er Jahre der Strukturwandel ein. Ein wichtiger Schritt vom Produktions- zum Forschungsstandort... more
Das Ruhrgebiet war bekanntlich eine der größten Industrieregionen Europas. Mit dem Niedergang der Montanindustrie Bergbaus setzte Ende der 1950er Jahre der Strukturwandel ein. Ein wichtiger Schritt vom Produktions- zum Forschungsstandort waren die neu gegründeten Hochschulen in Bochum (1962), Dortmund (1968), Essen (1972) und Duisburg (1972). Die Universitäten und ihre Bauten zählen zu den markanten Symbolen des Wandels. In ihnen manifestiert sich die gebaute Bildungsoffensive der Nachkriegszeit.
Oberste Prämisse beim Bau der neuen Hochschulen war es, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Raum zu produzieren – und das bei möglichst niedrigen Kosten. Dies schien nur auf dem Wege der Typisierung und Standardisierung möglich. Der Hochschulbau wurde somit zu einem stark industrialisierten Prozess. Nach der Ruhr-Universität Bochum, die als zeichenhafte „Bildungsmaschine“ in Modulbauweise errichtet wurde, entwickelte das Land Nordrhein-Westfalen ein eigenes Hochschulbausystem, das in Dortmund erprobt und außerdem in Essen angewendet wurde. Die als komplexe „Großbetriebe“ vorgestellten Institutionen sollten nach innen optimiert werden. Aus diesem Grund sind alle Hochschulkomplexe als Großstrukturen entstanden. Die zuletzt errichtete Gesamthochschule Duisburg markiert bereits eine deutliche Abkehr von der Ideologie der Typisierung und Systematisierung.
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University building in the Federal Republic of Germany marks a period over twenty years dominated by technical Thinking. Planned and built in staggering speed, the vast new universities promised higher education for the masses and were to... more
University building in the Federal Republic of Germany marks a period over twenty years dominated by technical Thinking. Planned and built in staggering speed, the vast new universities promised higher education for the masses and were to provide skilled labour for the economic miracle. The phenomenon is outlined along the Buildings for the Bochum University (1962 onwards), the new campus for Marburg University (1961 onwards), the new main building for FU Berlin (1963 onwards) as well as Bremen University (1967 onwards) and Bielefeld University (1969 onwards). Built systems and structures seemed to be adequate strategies in times dominated by technology, the »age of communication and control« (Norbert Wiener). Due to their bigness, indeterminacy and complexity, the new universities were predestinated to give a try on systems theory in planning. During the 1960ies, it became more and more impossible to talk about »architecture« anymore. The rise of this ideology was as rapid as its fall. During the 1980ies it became common sense that the dynamical university structures and built open systems didn’t measure up to the expectations.
Today, three universities exist in the Ruhr area with about 90.000 enrolled students, all universities were founded and built between 1960 and 1985. Designed as universities having undergone reformation, manifesting equal opportunities to... more
Today, three universities exist in the Ruhr area with about 90.000 enrolled students, all universities were founded and built between 1960 and 1985. Designed as universities having undergone reformation, manifesting equal opportunities to study for all young people, extraordinary efforts were necessary to implement an ambitious building programme. An enormous construction volume, planned in a very short span of time, was built at considerably low costs. The university buildings in Bochum, Dortmund, Duisburg and Essen are perfect examples to retrace the rise and fall of building systems types.
Whereas in Bochum an international competition resulted in building a monumental prefabricated megastructure, other universities had to be content with a much more modest architecture. Different building systems were tested, culminating in the development of the building system titled “NRW 75”. This system was used for planning and building the TU Dortmund and The University of Essen. In the End, the newly developed system was discontinued in Duisburg before it had been completed.
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In der europäischen Museumslandschaft der Nachkriegszeit war das Museum am Ostwall in Dortmund eine feste Größe. Gründungsdirektorin Leonie Reygers holte die weite Welt in die vom Bombenkrieg verwüstete Industriestadt. Sie übernahm 1947... more
In der europäischen Museumslandschaft der Nachkriegszeit war das Museum am Ostwall in Dortmund eine feste Größe. Gründungsdirektorin Leonie Reygers holte die weite Welt in die vom Bombenkrieg verwüstete Industriestadt. Sie übernahm 1947 ein ruinöses Haus, das bereits Resultat eines Umbaus war: das 1872–75 errichtete Königliche Oberbergamt war 1911 zum Museum für Kunst und Gewerbe umgebaut worden. Reygers entwickelte die Kriegsruine als Direktorin und gestaltende Bau-herrin zu einem Museum der Gegenwartskunst weiter und strebte danach, in der Kombination von Alt und Neu eine " harmonische Atmosphäre " entstehen zu lassen. Unter ihrer Regie wurden die verschiedenen histo-rischen Schichten zu einer neuen Einheit verschmolzen. Das aus heutiger Perspektive eher unscheinbar wirkende Haus ist eines der ganz wenigen Zeugnisse eines Museumsbaus der unmittelbaren Nachkriegszeit in Deutschland und zudem ein exemplarisches Beispiel für die architekto-nische Strategie des Einfügens im Umgang mit Kriegsruinen.
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Beim Entwerfen mit Diagrammen scheint die Architektur den Wissenschaften besonders nahe zu kommen. Diagramme müssen, so meine These, nicht unbedingt in einem wissenschaftlichen Sinne „korrekt“ sein. Wenn Diagramme gleichzeitig begründbar... more
Beim Entwerfen mit Diagrammen scheint die Architektur den Wissenschaften besonders nahe zu kommen. Diagramme müssen, so meine These, nicht unbedingt in einem wissenschaftlichen Sinne „korrekt“ sein. Wenn Diagramme gleichzeitig begründbar und graphisch einprägsam sind, Verbindungen ermöglichen und passende Bilder evozieren, dann sind sie im Designprozess produktiv. Nichtsdestotrotz beziehen diagrammatische Techniken im Architekturentwurf einen guten Teil ihrer Legitimation aus der ihnen unterstellten Wissenschaftlichkeit.
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Architecture and Music in stretto. Bricks of a Canon History of architecture and history of music are rarely seen in close connection. This might be surprising as every music needs space and every space has a sound. However, music is... more
Architecture and Music in stretto. Bricks of a Canon

History of architecture and history of music are rarely seen in close connection. This might be surprising as every music needs space and every space has a sound. However, music is usually analysed acoustically and architecture visually. In this article we select examples, where both music and architecture emerged in close relation: either the one inspired by the other or both conceived together.

While the musical sources from antiquity are too vague, throughout the entire European history from early medieval times onwards examples can be found, where both arts demonstrate a close relationship. Such building bricks of an architectural and musical history in stretto are: the Carolingian plan of the cloisters of St. Gallen together with the musical manuscripts from the library of St. Gallen, the Gothic cathedral Notre Dame de Paris and the music by Leonin, Perotin and Anonymous IV, the cathedral Santa Maria di Fiore of Florence and the Nuper rosarum lores by Guillaume Dufay, the castle of Versailles under Louis XIV and the various sorts of court music by Lully, Delalande and Couperin, the Musikvereinsgebäude in Vienna and the symphonies by Mahler, Le Corbusier’s and Xenakis’ Philips Pavilion in Brussels or the Philharmony in Luxembourg together with Penderecky’s eigth symphony – just to mention the most telling examples.

The result of this brief overview is that there have been historic moments when architecture and music were conceived in interdependence, one depending on the other; thus for the historian these moments can only be appropriately explained by analysing both arts together. But while examples of direct relationships between the two arts are rare, the more usual connection is via a common cultural context in which both arts act as a common cultural practice.
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Im Kirchenbau im Deutschland der Nachkriegszeit wurde viel gewagt. In der Sakralarchitektur entstanden während der sechziger Jahre eine Reihe experimenteller Schalenbauten. Der Ingenieur Stefan Polónyi hat in kreativer Zusammenarbeit mit... more
Im Kirchenbau im Deutschland der Nachkriegszeit wurde viel gewagt. In der Sakralarchitektur entstanden während der sechziger Jahre eine Reihe experimenteller Schalenbauten. Der Ingenieur Stefan Polónyi hat in kreativer Zusammenarbeit mit verschiedenen Architekten die Tragwerke für rund 20 Kirchen und Kapellen geplant. Das Ringen von Architekten um den gestalterischen Ausdruck in Umbruchszeiten traf glücklich auf einen experimentierfreudigen Ingenieur, der die Grenzen seines Fachs energisch zu erweitern suchte – im Dienste der Religion und im Dienste der Architektur.
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Die Schulbank des 19. Jahrhunderts – als in Reihen aufgestellte und fix mit dem Pult verbundene Sitzgelegenheit – wurde als technischer Apparat gesehen, um den Körper zu formen, und über den Körper auch den Geist. Die Schulbank ist damit... more
Die Schulbank des 19. Jahrhunderts – als in Reihen aufgestellte und fix mit dem Pult verbundene Sitzgelegenheit – wurde als technischer Apparat gesehen, um den Körper zu formen, und über den Körper auch den Geist. Die Schulbank ist damit der Kern, der Kristallisationspunkt einer disziplinierenden Schularchitektur.
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The metaphorical analogies between urban spaces and memory have often been stated. I do understand metaphors not as mere rhetorical ornaments, but as hints on (more or less) hidden structures. Thomas S. Kuhn (1979) and Gorge Lakoff (1980)... more
The metaphorical analogies between urban spaces and memory have often been stated. I do understand metaphors not as mere rhetorical ornaments, but as hints on (more or less) hidden structures. Thomas S. Kuhn (1979) and Gorge Lakoff (1980) have shown, how metaphorical relations produce analogies, that structure our realms of experience and hence construct reality. I will analyse examples from Camillo Sitte's writings on urban design, considering not only his famous book Der Staedtebau nach seinen kuenstlerischen Grundsaetzen (1889), an early attempt of rethinking urban space in a time of major changes caused by the industrialization and the resulting emergence of large cites, but also Sitte's numerous pointed articles he wrote on Vienna throughout the second half of 19th century. Camillo Sitte's writings offer ambivalent viewpoints on the relevance of the memory-metaphor in urban design. Selective readings of Sitte reduced his idea to the mere imitation of the historical, irregular street layouts. Some architects might have overlooked, that Sitte strongly advised against metaphorically " writing " an imaginary story into the city. Considering the different notions of the memory-metaphor, this might not necessarily be a dilemma. A close reading of Sitte's use of the memory-metaphor will reconcile at least some of the contradicting meanings. I will contrast Sitte with other relevant positions to discuss how debates in different fields influenced both concepts likewise.
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Grossstrukturen sind ein markantes architektonisches Erbe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und stets höchst umstritten. An Komplexen wie der Ruhruniversität Bochum, dem Klinikum Aachen oder dem Nordwestzentrum Frankfurt scheiden... more
Grossstrukturen sind ein markantes architektonisches Erbe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und stets höchst umstritten. An Komplexen wie der Ruhruniversität Bochum, dem Klinikum Aachen oder dem Nordwestzentrum Frankfurt scheiden sich bis heute die Geister. Doch ist der Glaube an das Grosse ein konstituierendes Element in der Architektur moderner Gesellschaften. Grosswohnsiedlungen, Einkaufszentren, Hochschulen für Tausende von Studierenden, Konferenzzentren oder Krankenhäuser auf der ganzen Welt zeugen als typische Bauaufgaben davon. Die Bauten wurden gross wie ganze Städte und sollten dabei so effizient wie Maschinen funktionieren. Es bildeten sich drei dominierende Konzepte für die Giganten heraus: Grossform, Bausystem und Megastruktur.

Dieses neue Buch stellt erstmals systematisch den Theoriediskurs um Grossstrukturen dar. Es eröffnet neue Perspektiven für den Umgang mit den viel geschmähten ererbten Riesen und zeigt eindrucksvoll auf, wie aktuell Debatten um das Bauen im grossen Massstab auch heute sind.
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Das Dortmunder Museum am Ostwall war als Ort der Gegenwartskunst europaweit bekannt. Gründungsdirektorin Leonie Reygers holte die weite Welt in die vom Bombenkrieg verwüstete Industriestadt. Das Museumsgebäude, das Reygers 1949-1957 aus... more
Das Dortmunder Museum am Ostwall war als Ort der Gegenwartskunst europaweit bekannt. Gründungsdirektorin Leonie Reygers holte die weite Welt in die vom Bombenkrieg verwüstete Industriestadt. Das Museumsgebäude, das Reygers 1949-1957 aus einer Kriegsruine aufbaute, erscheint als typischer Nachkriegsbau. Doch gehört es gleichzeitig zu den ältesten öffentlichen Bauwerken der Dortmunder Innenstadt. Das Haus wurde 1872-1875 als Königliches Oberbergamt errichtet und 1911 zum städtischen Museum umgebaut. Die bislang nur bruchstückhaft bekannte Baugeschichte des Alten Museums am Ostwall wird hier erstmals umfassend in Text und Bild dargestellt.
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Architekten denken Städte in Metaphern – von der Stadtlandschaft und dem urbanen Palimpsest zur Siedlungszelle oder dem Stadtgedächtnis. Während die Bedeutung von Metaphern in kreativen Prozessen seit längerem im Fokus der... more
Architekten denken Städte in Metaphern – von der Stadtlandschaft und dem urbanen Palimpsest zur Siedlungszelle oder dem Stadtgedächtnis.
Während die Bedeutung von Metaphern in kreativen Prozessen seit längerem im Fokus der Wissenschaftsforschung steht, wurde sie in der Architektur bislang kaum beachtet. Sonja Hnilica schließt diese Lücke: Ausgehend von einer Lektüre der städtebaulichen Schriften Camillo Sittes untersucht sie Metaphern viel beachteter Architekten von Vitruv bis Rem Koolhaas und legt dabei einen direkten Zusammenhang zwischen Stadtmetaphern und architektonischen Konzepten offen. Ein frischer Blick auf zentrale Traditionen und Kontroversen des urbanistischen Diskurses.
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Die Schulbank ist das Kernstück einer Architektur, die zum Ziel hat, den Schülerkörper zu disziplinieren. In der Schulbank manifestiert sich ein streng mechanistisches Körperbild; der Körper und der ihm innewohnende Geist des Schülers... more
Die Schulbank ist das Kernstück einer Architektur, die zum Ziel hat, den Schülerkörper zu disziplinieren. In der Schulbank manifestiert sich ein streng mechanistisches Körperbild; der Körper und der ihm innewohnende Geist des Schülers sollen durch Apparat und Architektur geformt werden.
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